Das bewegt Bad Abbachs Jugend Bad Abbach

Die drei jüngsten Gemeinderäte hatten Jugendliche in den Sitzungssaal gebeten – und verließen diesen mit langer ToDoListe. Von Gabi Hueber-Lutz MZ

Die drei jüngsten Gemeinderäte hatten Jugendliche in den Sitzungssaal gebeten – und verließen diesen mit langer ToDoListe. Von Gabi HueberLutz MZ

BAD ABBACH. Das erste Jugendtreffen im Bad Abbacher Rathaus stieß auf gute Resonanz. Die drei jüngsten Gemeinderäte, Anika Baumeister, Andreas Diermeier und Christian Hanika, hatten alle jungen Leute aus der Großgemeinde zwischen 13 und 18 Jahren sowie die Vorsitzenden der Vereine und Jugendorganisationen eingeladen, um deren Wünsche, Anregungen und Themen zu erkunden. Gut 40 Teilnehmer waren in den Sitzungssaal im Rathaus gekommen. In einer intensiven Gesprächsrunde stellten die jungen Leute ihre Wünsche und Anregungen vor. Sehr schnell kristallisierten sich einige Themenkomplexe heraus, die den Jugendlichen besonders am Herzen liegen: fehlende Freizeitmöglichkeiten, der Jugendtreff, zu wenig Busverbindungen. „Wenn ich etwas unternehmen will, muss ich wo anders hin“, stellte Tobias fest. Einige konkrete Vorschläge kamen. Sie reichten von der Installation einer Halfpipe im Ortsteil Dünzling und Fußballtore fürs Heidfeld über eine Attraktionssteigerung für den Skaterplatz auf der Freizeitinsel bis zum Vorschlag, eine Jugendparty im Tanzlokal im Kurhaus zu veranstalten. Für einen großen Teil der jungen Leute waren die Freizeitmöglichkeiten das wichtigste Thema. Damit einher ging die Frage nach dem Jugendtreff. Etliche Jugendliche wussten nicht, dass es einen gibt. Andere wunderten sich: „Komisch, dass es für den Jugendtreff nur Container gibt, das erinnert mich eher an Schiffsverfrachtung“, sagte Luca. Diejenigen, die den Treff besuchen, ermunterten die Jüngeren trotzdem zu kommen. „Wenn ihr Bock habt, kommt unter der Woche um 17 Uhr vorbei. Da ist immer jemand da.“ Wie bringt man Vereine und Jugendliche zusammen? Das war besonders vonseiten der anwesenden Vereinsvorsitzenden ein Thema. Inge Ruckdeschel beklagte, dass ihr Taekwon‐ Do‐Verein viele Kinder habe, „aber gerade euer Alter bringt man sehr schwer in einen Verein.“ Undine Kasseckert vom Helferkreis für Flüchtlinge bat darum, dass die Vereine auf die jungen Flüchtlinge zugehen, denn für die sei das umgekehrt noch schwierig. Wie alle Jugendlichen, würden aber auch sie gerne etwas unternehmen. Thema Busse: Einhellig beklagten die Jugendlichen, dass zu wenig Busse gehen. Am Nachmittag seien sie von Regensburg nach Bad Abbach so überfüllt, dass die Leute warten müssen, bis eine Stunde später der nächste geht, berichtete ein Mädchen. Ein Junge regte an, sich mit dem RVV zusammenzusetzen um über das Thema zu reden. „Und über einen Nachtschwärmerbus!“, ergänzte ein anderer. Ein anderer Junge sprach den Spielplatz an der Finkenstraße an. Da gebe es jemanden, der sich gestört fühlt und dann ständig Fotos macht und mit der Polizei droht. Georg Brunner, Geschäftsleiter im Rathaus, riet ganz unmissverständlich: „Lasst euch nicht beirren, wenn euch jemand fotografiert und mit der Polizei droht. Das ist euer Spielplatz!“ Am Ende hatten sich die drei jungen Gemeinderäte eine lange To‐do‐Liste notiert. Deren erstes Anliegen ist es nun, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen. Zum einen gibt es ab sofort eine Mailadresse (jugend@bad‐abbach.de), über die sich die Jugendlichen an die drei Gemeinderäte wenden können. Zum andern wird über eine Homepage und soziale Medien eine Art Pinnwand geschaffen, auf der sämtliche Angebote für Jugendliche eingetragen werden können. Auch regelmäßige Treffen zu bestimmten Themen soll es von nun an geben. Mehr Artikel aus Bad Abbach lesen Sie hier.

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